Der Elektrohändler muss nach der erfolglosen Investorsuche einen Ausgleichsantrag stellen. 1200 Arbeitnehmer sind von der Insolvenz betroffen.
(Wien, 28.1.2010) "Auswahl.Service.Bestpreis.Passt!" Entgegen dem Firmenslogan dürfte derzeit bei Cosmos nicht alles passen. Die Versuche um eine Sanierung durch die Suche nach einem Investor waren vergebens. Der Elektrohändler Cosmos wird am Freitag beim Handelsgericht Wien den Ausgleich anmelden.
Passiva von 35 Millionen Euro
Der 1975 gegründete Konzern ist mit 35 Millionen Euro überschuldet, erklärt Insolvenzexperte Hans-Georg Kantner. Vom Konkurs sind 1200 Mitarbeiter sowie 800 Gläubiger betroffen. Zusätzlich zur Sanierung ist nun geplant, von den 25 Filialen die am wenig lukrativsten zu schließen.
Probleme mit Kreditversicherern
In den vergangenen Wochen hatten Eigentümer Harald Stauder und CEO Robert Knobl intensiv eine Sanierung der Elektrohandelskette angestrengt, doch die Investorensuche blieb erfolglos. Nach einer durch den Konkurs bedingten Entschuldung stehen die Chancen dafür besser. Probleme gab es unter anderem mit der Warenbeschaffung aufgrund der Lieferantenkredite, für die Kreditversicherer keine Deckung mehr übernahmen.
2008 beendete Cosmos das Geschäftsjahr mit einem Minus von elf Millionen Euro, umgesetzt wurden 267 Millionen Euro. Noch vor dem Weihnachtsgeschäft 2009 zeigte sich Knobl optimistisch: „2010 schaffen wir eine schwarze Null.“
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