Cloud Computing - die Lösung um die IT effizienter zu machen?

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Cloud Computing - die Lösung um die IT effizienter zu machen?

 
 

Dieser Frage ging die Podiumsdiskussion am vergangenen Mittwoch auf der ITnT 2009 nach. Peter F. Mayer moderierte die spannende Expertenrunde aus Praxis und Wissenschaft.

(Wien, 30.01.2009) Was macht den Mega Trend Cloud Computing aus? Nach einem kurzen historischen Rückblick, das Thema wurde bereits vor 10 Jahren erstmalig auf der CEBIT aufgegriffen, fanden alle Podiumsgäste rasch zu einem gemeinsamen Tenor: Cloud Computing sei weder ein neues noch ein einheitliches Phänomen, gleichzeitig würde es in seiner Bedeutung für den IT- Alltag steigen.

Die Masse an Begriffen, die unter dem Begriff Cloud Computing subsummiert werden, fassen  „Hardware &  Software as a Service“ zusammen. Doch das Mietmodell gedeiht nur in bestimmten Anwendungsbereichen, auch wenn Marktforscher Software as a Service (SaaS) oder Computing as a Service (CaaS) generell eine große Zukunft voraussagen.

 

Was ist neu?

"Cloud Computing sei nicht eine Wolke, sondern mehrere Wolken", stellte Univ. Prof. Dr. Günter Haring, Fakultät für Informatik Universität Wien, ins Zentrum seines Kommentars. Auch nicht neu sei das Angebot, dass Konsumenten nur jene Services bezahlen, die sie auch benötigen. Sein Fazit: Der Nutzen sei für den Konsumenten noch genauer zu definieren.

 

Out of the Cloud

Jochen Borenich, Mitglied der Geschäftsleitung der T-Systems, einer der größten Rechnungszentrumsbetreiber weltweit, diskutierte die Themen Skalierbarkeit, Verfügbarkeit, Sicherheit und Transparenz. T-Systems sei heute in der Lage, in Bezug auf die Verrechnung und die Sicherheit überzeugend aufzutreten, fasste Borenich zusammen.

 

Aus für Inhouse-Storage?

Werner Leibrandt, COO von Microsoft Österreich, erläuterte die Vorbedingungen für erfolgreiche Cloudbasierte Dienste gekoppelt an die Bedingungen Sicherheit und Transparenz. Der "Graubereich" im Umgang mit Cloud Computing ist in Leibrandts Augen die Zukunft mit der er die Wahlfreiheit in Bezug auf die Nutzung ansprach. Manches werde der Kunde auslagern können, manches werde im Unternehmen bleiben. Sein Unternehmen Microsoft stehe für die Entwicklung starker Plattformen. Bis zu 20 bis 30 Prozent Kostenersparnis können Kunden mit einer Laufzeit von fünf Jahren erwarten, für die Microsoft aktuell auch eine Reihe neuer Produkte entwickelt.

 

Neue Geschäftsfelder

Wolfgang Egger, Manager Enterprise Server Storage HP Österreich sieht den Mehrwert in neuen Kunden- und Geschäftsfeldern. Amazon ist hierfür ein gutes Beispiel. HP forscht in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Intel und Yahoo und im universitären Bereich mit deutschen Partnern, um neue Cloud Services zu erschließen. 

 

Bekanntes Phänomen auf breiteren Datenautobahnen

Georg Chytil, Geschäftsführer von next layer GmbH, sieht die Entwicklung als ehemaliger Technik-Chef des Internet Providers Eunet tendenziell nüchtern.  Der Nutzen für Endnutzer sei gering, die dahinter stehende Entwicklung zur heute vorhandenen Bandbreite allerdings enorm.

 

Konkrete Anwendungen gefragt

Compliance Anwendungen seien ein sichtbares Ergebnis für Konsumenten. Das Service und die damit verbundenen niedrigeren Kosten sind für den Käufer interessant, formulierte Peter F. Mayer die Schwierigkeit des für Endkunden diffusen Begriffs. Noch ist die Bandbreite der Software Applikationen beschränkt, Unternehmen wie Microsoft arbeiten hier, um Cloud Computing in konkreten Anwendernutzen umzusetzen.

 

Das Podium schloss mit einem positiv-kritischen Resümee der geladenen Experten. Auch wenn der Begriff nochmals durch die Marketing-Welten der IT transformiert werde - so schien man sich einig - hält das Phänomen, verknüpft mit der Aussicht auf neue verfügbare Software-Applikationen und einem weiterentwickelten Verständnis neuer IT- Generationen für die Themen Sicherheit  &  Kontrolle, verstärkt Einzug in die Businessfelder der Zukunft.

 

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