Österreich ist beim Ausbau des Breitband Internet im internationalen Vergleich drastisch zurückgefallen.
(Wien, 9.3.2009) Experten wie Karim Taga von Arthur D. Little werden nicht müde darauf hinzuweisen, dass der Ausbau der Breitband-Infrastruktur ein besonders wichtiger Standortfaktor für jedes Land ist. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten sind Bandbreiten im Bereich von 50 bis 100 Mbit/sec nötig. Deshalb haben sehr viele Telekom-Unternehmen bereits vor Jahren mit dem Ausbau begonnen, um diese Kapazitäten verfügbar zu machen.
Wie der Tabelle unten zu entnehmen ist, wird der Ausbau in den meisten Ländern demnächst abgeschlossen sein. In Österreich gibt es nur seitens UPC Pläne dafür. Die TA ist derzeit in der Lage bis zu 8 Mbit7sec anzubieten. Pläne für einen Ausbau existieren entweder nicht oder wurden bisher zumindest nicht bekannt gemacht. UPC bietet derzeit bis zu 25 Mbit/sec und rüstet im Laufe dieses Jahres sein Netz auf 100 Mbit/sec auf. Damit werden insgesamt 1,1 Millionen Haushalte erreicht.
Die Tabelle (Quellen: Arthur D. Little und andere) zeigt die Ausbaupläne in verschiedenen Ländern, die Zahl der betroffenen Leitungen, den Abschluss des Ausbaus, seine Dauer und die Investition in Milliarden Euro.
Mehr dazu:
Jahr der Wende in TK-Branche
(
)
© Telekom-Presse
 |
Reaktionen auf diesen Artikel
|
|
Geri, 11.03.2009
City
Auch in der city tut sich nur wenig bis garnichts.Ich mit upc 96¤/M habe theoretisch 30MB/sec aber tatsächlich nur Spitze 10232 Durchschnitt 4000kb/sec.(speedtest.net)
WienEnergie alias blizznet vertrieben von verschd. Providern bieten zwar 50MB über GlaFa an, seit 2004 tut sich aber scheinbar nichts...
Max Mister, 10.03.2009
City only
Wenn das Wählamt für die jetzt vorhandenen Techniken zu weit entfernt ist (>10km) kommt am Land niemand in den Genuß des schnellen Internets.
In der Stadt wird immer mehr investiert, aber in den ländlichen Gebieten passiert nichts.
Das wäre doch eine Nische für alternative Betreiber auf Wlanmax Basis ect.
MK, 10.03.2009
Ausbau & ländliche Gebiete
In Österreich gehen naturgemäß die Uhren anders. Ich kann verstehen, dass eine TA auf den FTTH Ausbau verzichtet, wenn keine Planungssicherheit und Refinanzierung in welcher Form auch immer möglich ist. Hier die TA alleinig zu brandmarken, nur weil die anderen (Privaten) nichts tun, sondern nur warten, bis sie sich durch eine RTR Verordnung einroamen können ist zu einfach.
Außerdem enthält die Tabelle nur Glasfasertechnologie. Es wäre hingegen interessant, wie es mit Kabel, und Funk am Ende des Tages aussehen würde. Über WIMAX gibt es schon einige Angebote, welche sich genau auf diesen (übersehenen) ländlichen Raum spezialiseren.
Rauter, 10.03.2009
Ballungszentren
Leider steht es in Österreich schlecht um den Ausbau der Bandbreiten für Internet. Immer noch muss das Festnetz den Ausbau von Mobilnetze finanzieren. Wenn ein Breitbandausbau erfolgt, dann nur in Ballungszentren. Der ländliche Raum bleibt völlig unterentwickelt. Es gibt keine passenden Vorschriften und die RTR unternimmt nichts und wenn nur im Sinne der Telekom.
|
|