(Wien, 5.6.2009) Wer kennt das nicht? Der Rechner will nicht so, wie man selbst eine Gefühlsmelange von Hilflosigkeit und verzweifelter Wut macht sich breit. Dass viele Rechner mit der Zeit langsam werden, liegt auch oft daran, das temporäre Daten nicht regelmäßig oder richtig ensorgt werden. Deshalb wurden PC-Reinigungssoftwares entwickelt, die langsame Rechner wieder auf Hochtouren laufen lassen. Diverse Modelle des "Systemtunings" werden bereits angeboten: Die Vorteile sind unterschiedlich und der Kostenpunkt ebenfalls. Von kostenlos bis teuer ist alles dabei. Inhaltlich sollte vor allem eines erreicht werden: ein schnellerer Computer.
Einfach zu installierende Reinigungstools entfernen dabei nicht verwendete und unnötige Dateien sowie Spuren von Internet-Besuchen des Users von der Festplatte. Sie erlauben Windows-Betriebssystemen wieder einen schnelleren und effizienteren "Run" und geben auf der Festplatte wieder mehr Speicherplatz frei. Nicht nur PCs, auch Laptops und Netbooks sind nach einem Reinigungsprogramm fitter. Neben einer gereinigten Festplatte kann man damit auch die Registrierung automatisch reinigen lassen, sodass der Rechner nicht von überflüssigen Dateien geblockt wird.
Features
Die zu großem Teil kostenlos angebotenen downloadbaren Rechnertools löschen auf Mausklick Cookies, Papierkorb-Inhalte und temporäre Dateien aus dem Temp-Verzeichnis, die nicht entsorgt wurden. Zusätzlich bieten viele der Freeware-Programme die Möglichkeit, doppelt vorhandene Dateien auf Netzwerk- sowie lokalen Festplatten zu ermitteln und zu löschen. Neben Datei-Analyse-Optionen sind auch individuell einstellbare Löschoptionen durchführbar. Zu weiteren Features zählen unter anderem die Kontrolle von Autoruns und das Aufräumen des Cache-Bereiches.
Das Booten des Rechners kann so um ein Vielfaches erhöht werden. Denn bei jedem Neustart wird dieser Ballast mitgezogen und sorgt so für eine zunehmende Verlangsamung des Rechners.
Einfach und wirksam
Besonders gute User-Bewertungen haben folgende Freeware-Programme erhalten: Der Crap-Cleaner (CCleaner) sowie der ebenfalls kostenlose Glary Utilities, die beide deutschsprachig sind. Unter den kostenpflichtigen PC-Reinigungssoftwares hat sich besonders das Programm Smart PC bewährt.
Im Vergleich
In Punkto Benutzerfreundlichkeit, Installation, Stabilität und Funktion wird der CCleaner hoch gelobt. Vorteile sind eine leichte Bedienung, schnelle Reinigung und dass der Service kostenlos ist. Mit der Größe 2,5 MB benötigt der CCleaner am wenigsten Platz. Die Software Smart PC entfernt zusätzlich auch Audio-Einstellungen des Betriebssystems. Berappen muss man für den PC-Reiniger 16 Euro. Dafür gibt es dann drei Reinigungsvarianten zur Auswahl: Schnell, Normal oder Komplett. So kann der User zwischen einer eher knappen bis zu einer gründlichen Reinigung entscheiden. Systemvoraussetzungen sind 64 MB RAM und ein zehn MB Festplattenspeicher. Mit Glary Utilites wartet man ebenfalls kostenlos sein Betriebssystem. Die Dateigröße beträgt 5,7 MB und ist auch für optimale Benutzerführung ausgelegt. Per Ein-Klick-Überprüfung wird die Systemdatenbank geordnet und gesäubert.
Reinigungsablauf
Am Beispiel CCleaner: Nach einem erfolgreichen Download wird die Installation mittels Doppelklick auf den Icon vorbereitet. Anschließend wird ein Fenster geöffnet, das die zu bereinigenden Bereiche anzeigt und dem User zwei Optionen zum Fortfahren des Reinigungsprozesses geben: Analysieren oder Starte CCleaner. Wählt man die Analyse, können dem Benutzer die erkannten überflüssigen Dateien vorerst angezeigt werden, mit dem Klick auf Starte CCleaner werden sie vom Programm gescannt und gleichzeitig gelöscht.
Die Betreiber der Freeware CCleaner empfehlen jedoch, sich erst einen Überblick über die angezeigten "Übeltäter" zu verschaffen, anschließend erst den Reinigungsprozess zu starten. Auch wenn es sich beim User nicht um einen PC-Experten handelt, sondern nur um den Otto-Normal-Konsument, kann ein kurzer Scroll durch die angezeigte Tabelle nicht schaden.
Statistiken zeigen, dass es in den meisten Fällen Cookies sind, die für den lahmen PC-Betrieb verantwortlich sind.
Effektivität
Die Installation dauert für gewöhnlich nicht lange, je nach dem, in wieweit der Rechner "zugemüllt" ist. Die Programme benötigen überdies wenig Speicherplatz, meist sind sie mit einem Megabyte zufrieden. Wer das Problem eines langsamen Rechners kennt, könnte nach der reinigenden Prozedur das Gefühl bekommen, Windows komplett neu installiert zu haben. Auf manchen Geräten ist die PC-Säuberung nicht ganz so effizient und bemerkbar.
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Fotos: Foto: SXC
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