Das Thema Datenschutz auf Facebook bleibt durch die automatische Gesichtserkennung weiterhin aktuell. Datenschützer sind nun skeptisch, unter anderem weil die Funktion ohne Ankündigung freigeschalten wurde.
(08.06.2011, 14:15) Mittlerweile ist die automatische Gesichtserkennung auf Facebook nicht mehr nur auf Amerika begrenzt sondern auch in Deutschland aktiviert wurden. Die Funktion wurde von Facebook seit Dezember nach und nach in verschiedenen Ländern eingeführt und sorgte von Beginn an für Kritik.
Die automatische Gesichtserkennung funktioniert nur, wenn neue Bilder eines Users hochgeladen werden. Ebenso ist die Gesichtserkennung nur auf Facebook-Freunde des Users beschränkt und auch dann erfolgt zunächst eine Aufforderung, ob man den jeweiligen Freund markieren will oder nicht.
Darüber hinaus wird die Funktion kritisiert, weil sie standardmäßig aktiviert ist. Erst durch das gezielte Abschalten des Users, der die automatische Gesichtserkennung nicht will, wird die Funktion deaktiviert. Wurden bereits Freunde auf einem Bild markiert, können diese immer im Nachhinein noch gelöscht werden.
Facebooks Stellungnahme zur automatischen Gesichtserkennung bezieht sich auf die Benutzervorteile durch die Funktion. Diese würde dem User einerseits helfen, auch bei größeren Fotosammlungen den Überblick zu wahren. Andererseits kann sich der User auf den Fotos von seinen Freunden finden. Außerdem sei mit der Funktion früheren Beschwerden entgegengekommen worden, dass Markierungen bei jedem einzelnen Bild vorgenommen werden mussten.
Die automatische Gesichtserkennung wurde auch schon im Dezember vergangenen Jahres von verschiedenen Seiten kritisiert. Datenschützer warnen vor derartigen Funktionen, die auch in Programmen wie etwa Bildbearbeitungssoftware enthalten sind.
Google hat ebenfalls eine Möglichkeit zur automatischen Gesichtserkennung entwickelt, hat diese jedoch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht integriert.
Die automatische Gesichtserkennung auf Facebook kann über Einstellungen zur Privatsphäre deaktiviert werden.
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