Das iPad geht um und greift alles an, was nicht vergleichbar innovativ und kostengünstig ist. Der Druck auf den Netbook-Markt steigt zunehmend. Die Hersteller klagen über leere Kassen und volle Lagerhallen.
(Cupertino, 2.4.2010) Still ist es geworden um den anfänglichen Siegeszug der Netbooks. Nachdem die Verkaufszahlen im ersten Quartal 2009 um 872 Prozent anstiegen, spricht man ein Jahr später lediglich von 33,6 Prozent. Bereits im Jänner 2010 betonte Apple-Chef Steve Jobs, dass Netbooks nur billigere Laptops seien – nicht mehr nicht weniger.
Technologisches Überholmanöver
Im Hinblick auf eine flächendeckende Markteinführung scheint das iPad, Apples Tablet-PC, der Netbook-Branche mächtig zuzusetzen. Bei einer zweistelligen Wachstumsrate darf Experten zufolge dennoch nicht von einem Einbruch des Netbook-Sektors gesprochen werden – auch wenn das Apple gerne so sehen würde. Technologisch müssten die Geräte aber Schritt halten, sonst verpassen sie den Anschluss. Insbesondere die Rechenleistung müsse verbessert werden.
Volle Lagerhallen
Kurzum: der Hype ist abgeklungen, die Investitionseuphorie von Branchengrößen wie HP und Dell läuft ebenfalls auf Sparflamme. Während die Hersteller auf vollen Lagerhallen unverkaufter Zehn-Zöller sitzen, grübeln sie über Innovationen für mehr Leistung, Kundeninteresse und Absatz.