Die anhaltenden Verkaufsprobleme des iPhone 4S in China haben Apple zum Umdenken verleitet. In den Apple Stores in Hong Kong wird das Smartphone nur noch mit Hilfe eines Lotterie-Systems verkauft.
(31.01.2012; 12:10) Aufgrund wiederholter Verkaufsprobleme des iPhone 4S in China hat Apple seine Verkaufstaktik geändert. Die Nachfrage nach diesem Produkt ist enorm, doch bereits beim versuchten Release des Produkts gab es Probleme. Vor der Öffnung der Stores hat, wie in anderen Ländern, bereits eine Schar von Menschen darauf gewartet, das iPhone 4S zu kaufen. Doch da die Apple Stores nicht wie geplant geöffnet wurden, kam es zu Gewaltakten, wobei sogar die Polizei auf den Plan gerufen werden musste.
Die Gewaltprobleme wurden durch die Lieferprobleme zudem verstärkt, denn seit dem Start des iPhones 4S im November wurde nur geringe Menge nach China verschickt. Aufgrund dieser Tatsache haben bis jetzt nicht viele User ein iPhone 4S erwerben können und dies führte zu erhöhter Unzufriedenheit bei den Kunden. Damit mehr User die Möglichkeit erhalten, dieses Smartphone zu erwerben, hat sich das Unternehmen eine neue Verkaufstaktik überlegt.
Die neue Verkaufstaktik besteht aus einem Lotteriesystem. Wenn jemand in Hong Kong ein iPhone kaufen möchte, muss er über die Apple Webseite seine persönlichen Informationen mitteilen und an einer Lotterie teilnehmen. Potenzielle Käufer dürfen sich für ein Gerät nur zwischen 9 Uhr morgens und 12 Uhr abends bewerben und müssen einen Staatsbürgerschaftsnachweis erbringen. Sollte man in der Lotterie gezogen werden, erhält man bis 9 Uhr abends am selben Tag eine E-Mail von Apple. Diese Nachricht informiert den Kunden darüber, wann er sein neues iPhone am nächsten Tag abholen kann.
Ein ziemlich strenges System, denn den Kunden ist es nicht erlaubt, das Smartphone einfach direkt zu erwerben. Doch die Gewaltprobleme sowie die Unzufriedenheit der Kunden mit den Kauferfahrungen in China fordern von Apple neue Vertriebswege. Es wird sich zeigen, wie gut dieses System im Gegensatz zu den bisherigem funktioniert und ob es in Zukunft auch im ganzen Land Anwendung findet. Derzeit wird dieses Programm nur in Hong Kong angewandt.

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