Amazon verbannt Wikileaks aus seinem Cloud Service

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Amazon verbannt Wikileaks aus seinem Cloud Service

 

Nach nur einem Tag entfernte Amazon offenbar auf politischen Druck aus Washington die von Wikileaks veröffentlichten 250.000 diplomatischen Dokumente wieder von seinen Servern.

(2.12.2010, 09:30) Nach der Veröffentlichung der Diplomaten post der USA waren die Server von Wikileaks so genannten Distributed Denial of Service (DDoS) Attacken ausgesetzt. Wikileaks ist nach einer Vereinbarung mit der schwedischen Piraten Partei seit August dieses Jahres auf schwedischen Servern gehostet. Um den Attacken der Hacker auszuweichen mietete Wikileaks Anfang der Woche bei Amazons Cloud Service Webspace.

 

Eine Sprecherin des Senatsausschusses für Homeland Security erklärte gegenüber der Presse, dass der Ausschuss bei Amazon angefragt habe, ob Amazon Wikileaks wieder von seinen Servern entfernen werde. Gestern Abend erklärte nun der Vorsitzende des Ausschusses, der Senator Joe Lieberman, dass Amazon nun Wikileaks von seinen Seiten verbannt habe. Wikileaks habe nicht näher spezifiziert Nutzungsbedingungen verletzt.

 

In den Geschäftsbedingungen behält sich Amazon das Recht vor, Inhalte zu entfernen, die Gesetze verletzen oder anderen Usern Schaden zufügen. Allerdings wurde bisher noch nicht festgestellt, dass die Veröffentlichung der Dokumente illegal ist.

 

Ein Sprecher der Electronic Frontier Foundation, einer Organisation, die sich für das Recht auf freie Rede im Internet einsetzt, bezeichnete die Aktion von Amazon als „enttäuschen“, obwohl damit offenbar auch das Recht auf freie Rede nicht verletzt sei.

 

Wikileaks ist nun also wieder zurück auf seinen schwedischen Servern. Die Sprecherin des Senatsausschusses erklärte, dass Liebermann nicht beabsichtige andere Hosting-Services ebenfalls unter Druck zu setzen, oder die schwedische Regierung in dieser Sache zu kontaktieren.

 

Der Vorfall wird jedenfalls das Vertrauen in Cloud Services nicht bestärken, jedenfalls nicht in solche, die unter dem Einfluss der US-Regierung stehen.

 

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Reaktionen auf diesen Artikel



Wahrheit oder nicht, 03.12.2010
gibt es keine unterstützer für wahrheiten mehr
Pfui - ein faustschlag gegen transparente berichterstattung den amazone durchführt.

wo haben die weltbewohner sonst noch gelegenheit wahrheiten zu erfahren. es wird heftig dagegen gearbeitet und alle mächtigen lügenanstallten unterstützen!!!
wo sind weitere unterstützer????
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