AT&T zieht sein Angebot für die Deutsche Telekom in den USA zurück

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AT&T zieht sein Angebot für die Deutsche Telekom in den USA zurück

 

Der geplante Erwerb der Deutschen Telekom Tochter in den USA durch den Konkurrenten AT&T ist geplatzt. Der Druck des Justizministeriums war zu groß und daher hat sich AT&T dazu entschieden sein Angebot zurückzuziehen. Für die Telekom steht somit die Zukunft der angeschlagenen Tochter wieder ganz oben auf der Tagesordnung.

 

(20.12.2011; 10:35) Laut Reuters hat AT&T sein umstrittenes 39 Milliarden Dollar Angebot für die Deutsche Telekom Tochter in den USA aufgrund der heftigen regulatorischen Opposition fallen gelassen. Beide Unternehmen müssen sich nach anderen Alternativen umsehen. AT&T muss einen anderen Weg finden um seinen Mangel an Funkfrequenzen zu beheben. Gleichzeitig muss sich die Deutsche Telekom weiter mit dem Problem herumschlagen, wie es mit der angeschlagenen Unternehmenstochter T-Mobile USA weitergehen soll.

 

Das Scheitern dieses Deals, der von Anfang an ein schwieriges geschäftliches Unterfangen war, wird laut AT&T CEO Randall Stephenson auf die ungewohnte hohe Ablehnung gegen dieses Geschäft zurückgeführt, diese kam für die Unternehmensverantwortlichen überraschend. Mit einem erfolgreichen Abschluss des Deals hätte sich AT&T auf den ersten Platz auf dem US-Markt katapultiert. Das Unternehmen war sich so sicher, dass es die Bewilligung erhält und hat daher der Deutschen Telekom ein rekordverdächtiges Startpaket versprochen. Dieses Versprechen kostet AT&T in diesem Quartal 4 Milliarden Dollar.

 

Stephenson gab das Geschäftsvorhaben im Fernsehen bekannt. Noch am selben Tag wurde das Unternehmen vom US Justizministerium verklagt um dieses Geschäft zu blockieren. Von August bis Ende November hat das Unternehmen seinen Optimismus über die Erhaltung der Bewilligung an die Experten weitergeben, dieses wurde leider enttäuscht. Ein Analyst der Pacific Crest Securities stellte treffend fest, dass es sich dabei um eine Fehlkalkulation von Seiten von AT&T handelte.

 

Für den Telekom CEO Rene Obermann ist das Startpaket nur ein schwacher Trost für den geplatzten Deal, der für das deutsche Telekomunternehmen, wie ein Traum gewesen ist, der fast wahr geworden wäre. Für Obermann bedeutet diese Veränderung, dass er entweder weitere Milliarden in den US-Markt investieren oder einen anderen Weg finden muss um das Land zu verlassen. Die Deutsche Telekom wollte die Erlöse aus diesem Geschäft nutzen um Schulden zurückzubezahlen sowie um einen Aktienrückkauf im Wert von 5 Milliarden Euro zu starten.

 

Laut Stephenson wird AT&T weiterhin investieren, da das Unternehmen auch weiterhin versucht seine Kapazitäten zu erhöhen. Das Unternehmen fordert die politischen Entscheidungsträger auf zusätzliche Frequenzen zur Verfügung zu stellen. Während AT&T für die Bewilligung seines Deals kämpfte, hat der größte Konkurrent Verzion Wirless im Stillen eine Kaufvereinbarung von Frequenzen mit Kabelnetzbetreibern geschmiedet.

 

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